doerfel.ch « doerfel.ch http://www.doerfel.ch Fachbüro für Kulturlandschaft Wed, 30 Sep 2015 16:16:10 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=4.3.1 Über Jurahöhen und Franches-Montagnes http://www.doerfel.ch/ueber-jurahoehen-und-franches-montagnes/ http://www.doerfel.ch/ueber-jurahoehen-und-franches-montagnes/#comments Wed, 30 Sep 2015 10:50:15 +0000 http://www.doerfel.ch/?p=832 . . . → Read More: Über Jurahöhen und Franches-Montagnes]]> 11.-14.Juli 2016

4 Tage Kulturlandschaft von Bellelay bei Tavannes über die Freiberge bis Les Ponts-de-Martel NE.

Organisation:
Kontaktperson:
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Webpage:
Anmeldung:
Fachbüro für Kulturlandschaft
Doerfel Christine, dipl.rer.nat.
055 412 65 76
cdoerfel@sihlnet.ch
www.doerfel.ch
swch.ch
franches-montagnes

Freistehende Fichten, weissgetünchte Jurahöfe, Pferdchen hinter uralten Trockenmauern, eine weite Weidenlandschaft auf einem Hochplateau von 1000m ü.M. kennzeichnen die Franches-Montagnes, die jurassischen Freiberge. Der Doubs mit seinem eigenwilligen Verlauf, die frühe Uhrenindustrie, Dolinen, Moorseen, Schachbrettblume, Freibriefe um Einwohner anzulocken, Sankt Leodegar (Saigne Léger) und La Fee Verte Absinthe gehören dazu und Sie, liebe Gäste mitten drin.

Verlauf des Doubs (http://en.wikipedia.org/wiki/Belfort_Gap)

Verlauf des Doubs (http://en.wikipedia.org/wiki/Belfort_Gap)

Herzlich willkommen.
Sie erwandern Grundkenntnisse zur grossartigen Juralandschaft und erkennen die Ursachen der parkähnlichen Weidelandschaft der Freiberge. Sie erfassen die Erosionsvorgänge in der wilden Schlucht des Doubs-Tals. Sie entdecken Landschaft und Geschichte im Wandel der Zeit. Sie finden Ideen für Exkursionen, Naturbegehungen und Geschichtsstunden draussen. Abseits vom Alltags-Kram tauschen Sie sich mit Lehrpersonen und Berufstätigen aus ganz verschiedenen Arbeitsfeldern aus.

Tageswanderungen von 5-6 Std. Anforderung T1-T2 (SAC-Skala). Begleitauto.
Unterkunft, Verpflegung, Transfers zu Lasten der Teilnehmenden

Leitung

Christine Doerfel
Werner-Kälinstr. 11, 8840 Einsiedeln, Tel/Fax 055 412 65 76, cdoerfel@sihlnet.ch

Kaspar Schnyder
Blüemenen, 8840 Einsiedeln, Tel/Fax 055 412 32 29

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200 Jahre Tourismus Zentralschweiz: Rigi, Mythen, Glattalp http://www.doerfel.ch/200-jahre-toursimus-zentralschweiz-rigi-mythen-glattalp/ http://www.doerfel.ch/200-jahre-toursimus-zentralschweiz-rigi-mythen-glattalp/#comments Mon, 29 Sep 2014 14:04:12 +0000 http://www.doerfel.ch/?p=811 Exkursion 13.-16.7.2015. Anmeldung unter: swch.ch/Kurs 414

Zum Jubiläumsjahr 2015 der Zentralschweiz können Sie 4 Tage das historische Gebiet der Urkantone von West nach Ost bereisen: von der braven Rigi zu den trotzigen Mythen und weiter auf die wildromantische Glattalp. Rigi und Mythen sind Lebensraum und Reiseziel, . . . → Read More: 200 Jahre Tourismus Zentralschweiz: Rigi, Mythen, Glattalp]]> Auf den Spuren von Reisenden, Forschern und ersten Touristinnen

Exkursion 13.-16.7.2015.  Anmeldung unter: swch.ch/Kurs 414

Zum Jubiläumsjahr 2015 der Zentralschweiz können Sie 4 Tage das historische Gebiet der Urkantone von West nach Ost bereisen: von der braven Rigi zu den trotzigen Mythen und weiter auf die wildromantische Glattalp. Rigi und Mythen sind Lebensraum und Reiseziel, die Glattalp ist Alpweide und Forschungsgebiet für Heidenhüttli. Alle drei locken seit 200 Jahren Gäste und Reisende in die Zentralschweiz und nehmen sie – meist – freundlich auf. Sie, lieber Gast, können ihren Spuren von einst und jetzt folgen.

Tageswanderungen von 5-7 Std. Anforderung T1-T3 (SAC-Skala)
Unterkunft, Verpflegung, Transfers zu Lasten der Teilnehmenden

Rigi. Wer sie kennt, liebt sie.

Was hat die Rigi mit dem frühen Tourismus zu tun? Wie kommt es, dass dieser Berg als Modeberg Europas bezeichnet wird? Dieses und noch mehr erfahren Sie im Kurs. Dazu einige Stichworte:

  • Geologie des Inselberges Rigi. Balmen und Höhlenbären
  • Altes Trassee der Rigi-Scheidegg Bahn: „Ich will alles Volk auf die Berge führen, damit sie alle die Herrlichkeit unseres erhabenen Landes geniessen können!“, so der Erfinder Riggenbach 1863
  • Frühe Alpweiden auf der Rigi
  • Die besondere Aussicht von der Rigi, gerühmt bereits von Cysat um 1600
  • Erste Kapellen für die AelplerInnen im 16. und 17. Jh.
  • Wallfahrt zum wundertätigen Bild der Maria zum Schnee im Klösterli
  • Steigendes Interesse an der heeren Alpenwelt und beginnender Tourismus
  • Die Rigi „umzingelt“ von Aufstiegswegen mit Touristinnen und Pilger in Tragsesseln und Sänften oder zu Fuss
  • Dann 1800: Besteigung der Kulm der Rigi als Attraktion. Die Rigi wird der Modeberg Europas

Mythen – Wahrzeichen von Schwyz. Von Drachen und Touristen.
Wie nutzt man eine Bergwelt, in der Ungeheuer und Drachen hausen? Was hat Wolfgang Goethe hier verloren? Wer ist eigentlich auf diesen rauen Pfaden unterwegs? Der Kurs zeigt Ihnen, wo’s entlang geht bei den Mythen.

  • Die Alpenwelt: beschrieben durch die Naturwissenschaftler des 18. Jh.
  • Naturbegeisterung, einzigartige Aussicht, unverfälschte Sitten: die Suche der frühen TouristInnen
  • Wege, Wegrodel und Säckelmeisterrechnungen
  • Kapellchen und Gedenkkreuze: Gefahren des Gebirges
  • Haggenegg und die Schlacht am Morgarten
  • Internationale Reise- und Pilgerroute
  • Gassen, Brügelwege und das liebe Vieh
  • Bittgänge und Hochzeitspfade

Glattalp – Alpweide und Forschungsgebiet
Kalk ist Kalk, oder? Wie lebt es sich zuhinderst im Thal, auf den abgeschiedenen Alpweiden? Tal, Berg, Alp: was bedeuten diese Begriffe?Was haben die Walen“ oder „Welschen“ auf der Glattalp zu suchen? Einblicke in eine einsame Gebirgsregion.

  • Alpenkalk ist grau, Jurakalk beige, weshalb zeigt der Kurs
  • Von der Subsistenzwirtschaft zur Viehwirtschaft
  • Brunalpeli: de Gschwinder isch de Besser
  • Viehhandel und Welschlandfahrten
  • Heidenhüttli und Wüstungsforschung
  • Alpsummer

 

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Rigi –Modeberg Europas. Wer sie kennt, liebt sie! http://www.doerfel.ch/gaestival-exkursion1/ http://www.doerfel.ch/gaestival-exkursion1/#comments Sat, 15 Feb 2014 20:20:15 +0000 http://www.doerfel.ch/?p=719

Exkursion 1

Was hat die Rigi mit dem frühen Tourismus zu tun? Wie kommt es, dass dieser Berg als Modeberg Europas bezeichnet wird? Dieses und noch mehr erfahren Sie auf dieser Kulturreise auf die Rigi.

Exkursion in die Zentralschweiz 1838

Von der Rigi Scheidegg folgt unsere Route dem alten Trassee der . . . → Read More: Rigi –Modeberg Europas. Wer sie kennt, liebt sie!]]> logo_gaestival_de2

gaestivalKopfRigi

Exkursion 1

Was hat die Rigi mit dem frühen Tourismus zu tun? Wie kommt es, dass dieser Berg als Modeberg Europas bezeichnet wird? Dieses und noch mehr erfahren Sie auf dieser Kulturreise auf die Rigi.

exkursionZentralschweiz

Exkursion in die Zentralschweiz 1838

Von der Rigi Scheidegg folgt unsere Route dem alten Trassee der Rigi-Scheidegg Bahn und dem berühmten Felsenweg. Dieser herrliche Panoramaweg führt weiter nach Rigi First und Rigi Klösterli.

Die lieben Gäste werden auf ihren Exkursionen zwar nicht wie die Königin Viktoria von England in Sänften getragen, doch fürsorglich von uns begleitet. Gerne helfen wir grosse und kleine Entdeckungen zu machen und herzlich sind alle willkommen: die Touristin, die Familie, der Reisende, alle Neugierigen.

Treffpunkt: Arth-Goldau bei der Rigibahn
Datum: Rigi 1 = Sa 16.5.2015; Rigi 2 = Sa 5.9.2014, Rigi 3: Sa 17.10.2015
Zeiten: 10.00-18.00; Wanderzeit ca. 4h / Anforderung: T1-Wandern (leicht) / Kursplätze: 12-20.
Essen: Picknick aus dem eigenen Rucksack; bei unfreundlichem Wetter auch Restaurant möglich
Kurs-Kosten: CHF 40.-/Person
Transporte (Rigi-Bahnen) ca. 42.- (mit Halbtax oder GA ca. Fr. 21.-)
Durchführung bei jedem Wetter. Ausnahme: angekündigter Dauerregen.
Anmeldung: bitte bis 14 Tage vor Kursbeginn; so können wir die Transporte organisieren.

Zum Anmeldeformular

 

 

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Mythen – Wahrzeichen von Schwyz. Von Drachen und Touristen. http://www.doerfel.ch/gaestival-exkursion2/ http://www.doerfel.ch/gaestival-exkursion2/#comments Sat, 15 Feb 2014 20:19:45 +0000 http://www.doerfel.ch/?p=717

Exkursion 2

Wie nutzt man eine Bergwelt, in der Ungeheuer und Drachen hausen? Was hat der Dichter und Gelehrte Wolfgang Goethe hier verloren? Wer ist eigentlich auf diesen rauen Pfaden unterwegs? Dieses und noch mehr erfahren Sie auf dieser Kulturreise rund um die Mythen.

Exkursion in die Zentralschweiz 1838

Von Brunni . . . → Read More: Mythen – Wahrzeichen von Schwyz. Von Drachen und Touristen.]]> logo_gaestival_de2

gaestivalKopfRigi

Exkursion 2

Wie nutzt man eine Bergwelt, in der Ungeheuer und Drachen hausen? Was hat der Dichter und Gelehrte Wolfgang Goethe hier verloren? Wer ist eigentlich auf diesen rauen Pfaden unterwegs? Dieses und noch mehr erfahren Sie auf dieser Kulturreise rund um die Mythen.

exkursionZentralschweiz

Exkursion in die Zentralschweiz 1838

Von Brunni folgen wir alten Bergwegen dem Grossen Mythen entlang zum Pässchen Zwüschet-Mythen mit seiner herrlichen Panoramasicht über Schwyzer Talkessel und Berge. Auf raueren Pfaden geht es entlang von Kleinem Mythen und Haggenspitz, der dritten Spitze des Mythenmassivs, zum Pilger- und Saumweg über die Haggenegg.

Die lieben Gäste werden auf ihren Exkursionen zwar nicht wie die Königin Viktoria von England in Sänften getragen, doch fürsorglich von uns begleitet. Gerne helfen wir grosse und kleine Entdeckungen zu machen und herzlich sind alle willkommen: die Touristin, die Familie, der Reisende, alle Neugierigen.

Treffpunkt: Brunni im Alpthal bei der Holzegg-Bahn
Datum: Sa 15.8.2015
Zeiten: 09.00-18.00; Wanderzeit ca. 5h / Anforderung: T2-Bergwandern (mittel)
Kursplätze: 12-20
Essen: Picknick aus dem eigenen Rucksack; bei unfreundlichem Wetter auch Restaurant möglich
Kurs-Kosten: CHF 40.-/Person
Transporte (Holzegg-Bahn) Fr. 10.-
Durchführung bei jedem Wetter. Ausnahme: angekündigter Dauerregen.
Anmeldung: bitte bis 14 Tage vor Kursbeginn; so können wir die Transporte organisieren.

Zum Anmeldeformular

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„Darumb sol tù es froelichen heben an …“. Von echten und falschen Pilgern. http://www.doerfel.ch/gaestival-exkursion3/ http://www.doerfel.ch/gaestival-exkursion3/#comments Sat, 15 Feb 2014 09:21:59 +0000 http://www.doerfel.ch/?p=700

Exkursion 3

„Darumb sol tù es froelichen heben an Und salt erst zu den Eysideln gan“; diese Empfehlung eines frühen Pilgerführers bedeutet, darum sollst du es fröhlich anfangen und sollst zuerst nach Einsiedeln gehen – genau das machen wir.

Exkursion in die Zentralschweiz 1838

Modul 1: Von Pfäffikon SZ steigen wir . . . → Read More: „Darumb sol tù es froelichen heben an …“. Von echten und falschen Pilgern.]]> logo_gaestival_de2

gaestivalKopfRigi

Exkursion 3

„Darumb sol tù es froelichen heben an Und salt erst zu den Eysideln gan“; diese Empfehlung eines frühen Pilgerführers bedeutet, darum sollst du es fröhlich anfangen und sollst zuerst nach Einsiedeln gehen – genau das machen wir.

exkursionZentralschweiz

Exkursion in die Zentralschweiz 1838

Modul 1: Von Pfäffikon SZ steigen wir auf dem Pilger- und Saumweg zum Pässchen St.Meinrad am Etzel auf. Dann geht es zügig über die Tüfelsbrugg, vorbei an Hochmoor und Sihlsee zum Kloster Einsiedeln, dem grössten Wallfahrtszentrum nördlich der Alpen. Unterwegs erfahren wir einiges über Tüfel, Gottesfurcht, echte und falsche Pilger, über Wiifässli-Transport, Galgen und vieles mehr.

Modul 2: Von Einsiedeln geht es durchs Alpthal den Mythen entgegen und mit dem Pilgerweg hinauf auf das Pässchen Haggenegg. Herrliche Aussicht und Restaurant erwarten uns. Dann geht es 900m nach Schwyz hinunter. Wie Perlen an einer Schnur begleiten uns Kapellchen, Gruebi, Wegkreuze und alte Pflästerung, die uns ihre Geschichten erzählen.

Treffpunkt: Pfäffikon SZ Bahnhof (Modul 1); Bahnhof Einsiedeln (Modul 2)
Daten: Kurs 1,Modul 1: Fr (Karfreitag) 3.4.2015, Kurs 1, Modul 2: Sa 4.4.2015: zu viel Schnee / Kurs 2,Modul 1: Sa 26.9.2015, Kurs 2/Modul 2: So 27.9.2015. Die Module können einzeln gebucht werden.
Zeiten: 09.00-18.00; Wanderzeit ca. 5h
Anforderung: Modul 1 =T1-Wandern (leicht), Modul 2 = T2-Bergwandern (mittel)
Kursplätze: 12-20
Essen: Picknick aus dem eigenen Rucksack; bei unfreundlichem Wetter auch Restaurant möglich
Kurs-Kosten: CHF 40.-/Person / Transporte (Postbus) ca. CHF 3.-
Durchführung bei jedem Wetter. Ausnahme: angekündigter Dauerregen.
Anmeldung: bitte bis 14 Tage vor Kursbeginn; so können wir die Transporte organisieren.

Zum Anmeldeformular

 

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Sommer-Exkursion 2014 / 2 http://www.doerfel.ch/sommerexkursion-2014-2/ http://www.doerfel.ch/sommerexkursion-2014-2/#comments Fri, 09 Aug 2013 13:44:25 +0000 http://www.doerfel.ch/?p=587 Auf den Spuren von Hugenotten, Landstreichern, Raubrittern und Händlerinnen

Di 15.7. – Fr 18.7.2014

4-Tage-Wanderung von Reigoldswil bei Basel über die Juraketten ins Vallée de Tavannes.

Entlang alter Pfade geht es durch die grossartige Juralandschaft, über hochgelegene Juraweiden und durch berühmte Klusen. Wir begegnen dem Jura von einst und jetzt, erleben seine . . . → Read More: Sommer-Exkursion 2014 / 2]]> Über die Jurahöhen

Auf den Spuren von Hugenotten, Landstreichern, Raubrittern und Händlerinnen

Di 15.7. – Fr 18.7.2014

4-Tage-Wanderung von Reigoldswil bei Basel über die Juraketten ins Vallée de Tavannes.

Entlang alter Pfade geht es durch die grossartige Juralandschaft, über hochgelegene Juraweiden und durch berühmte Klusen. Wir begegnen dem Jura von einst und jetzt, erleben seine Landschaft und Geschichte im Wandel der Zeit. Abgeschiedenheit und herrliche Sicht auf das Alpenpanorama wechseln sich ab.

Kursleitung:   C.Doerfel, Werner-Kälinstr. 11, 8840 Einsiedeln, Telefon 055 412 65 76

K.Schnyder, Blüemenen, 8840 Einsiedeln, Telefon 055 412 32 29

Anmeldung: swch.ch, Bennwilerstr. 6, 4434 Höllstein, Telefon 061 956 90 70

Jura Wasserfallen

 

Reisen zu Fuss   ist ein gutes Instrument miteinander ins Gespräch zu kommen, ist Kommunikation und Austausch von vielfältigen Meinungen und Erkenntnissen.  Das Erwandern von Kulturlandschaft wird geschichtlich, geografisch, geologisch und anekdotisch begleitet, Wissen so direkt vermittelt. Fachliteratur findet sich in der mitgeführten Bücherkiste. Pausen und Abende dienen dem persönlichen und professionellen Austausch und der Vertiefung des Erlebten.

Unterkunft

Die Unterkunft auf Schwängimatt, Hint.Weissenstein und Moutier ist bereits reserviert;  Sie, liebe Kundin und lieber Kunde, brauchen sich also darum nicht zu kümmern. Es sind z.T. Massenlager /Schlafen im Stroh (Schwängimatt), z.T. Doppelzimmer (3er oder 4er Zimmer) in Moutier, nur vereinzelt stehen Einzelzimmer zur Verfügung. Die meisten Mahlzeiten sind organisiert, ausser das Mittagessen am Montag (eigenes Picknick mitnehmen).

Planung

Alle TeilnehmerInnen erhalten rechtzeitig vor Kursbeginn einen Brief mit allen nötigen Informationen.- Ein Tagesprogramm bekommen Sie vor dem Kurs; dieses gibt den verlässlichen Rahmen, doch Anpassungen gehören dazu und dienen den momentanen Bedürfnissen der Gruppe, z.B. nach einer spontanen Höhlenbesichtigung.

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Sommer-Exkursion 2014 / 1 http://www.doerfel.ch/sommer-exkursion-2014-1/ http://www.doerfel.ch/sommer-exkursion-2014-1/#comments Fri, 09 Aug 2013 13:17:45 +0000 http://www.doerfel.ch/?p=577 7.7. – 9.7.2014

Laufenburg – Bad Säckingen –Schloss Beuggen – Basel

Der Rhein ist der traditionsreichste Fluss in Europa, der Hochrhein ein bedeutender Abschnitt; früh nutzten Wasserräder seine Wasserkraft, heute sind es 12 Laufkraftwerke. Daneben verbinden seit je schattige Uferpartien, Brücken und Doppel-Städtchen Menschen und Geschichte/n. Die Exkursion . . . → Read More: Sommer-Exkursion 2014 / 1]]>

Wege am Rhein.  Laufenburg – Basel

7.7. – 9.7.2014

Laufenburg – Bad Säckingen –Schloss Beuggen – Basel

Der Rhein ist der traditionsreichste Fluss in Europa, der Hochrhein ein bedeutender Abschnitt; früh nutzten Wasserräder seine Wasserkraft, heute sind es 12 Laufkraftwerke. Daneben verbinden seit je schattige Uferpartien, Brücken und Doppel-Städtchen Menschen und Geschichte/n. Die Exkursion zeigt diese vielfältigen Bezüge auf. Vorinformationen unter www.doerfel.ch

Ziel ist eine Vertiefung der Kenntnisse über den Hochrhein und seiner Kulturlandschaft (Geografie, Geschichte, Kultur, Nutzung).

Arbeitsweise: interaktive Führung mit Wanderungen. Die Wanderzeit von 5-6 Std. verteilt sich auf den ganzen Tag.

Kursleitung: C. Doerfel, Werner-Kälinstr. 11, 8840 Einsiedeln, Telefon 055 412 65 76

Anmeldung: Hans-Ueli Raaflaub, pädagogisches Zentrum Basel PZ-BS, Tel 061 695 99 11

Rhein und Laufenburg   Rhein und Aare

Reisen zu Fuss ist ein gutes Instrument miteinander ins Gespräch zu kommen, ist Kommunikation und Austausch von vielfältigen Meinungen und Erkenntnissen.  Das Erwandern von Kulturlandschaft wird geschichtlich, geografisch, geologisch und anekdotisch begleitet, Wissen so direkt vermittelt. Fachliteratur findet sich in der mitgeführten Bücherkiste. Pausen und Abende dienen dem persönlichen und professionellen Austausch und der Vertiefung des Erlebten.

Unterkunft

Die Unterkunft in Bad Säckingen und Schloss Beuggen ist bereits reserviert;  Sie, liebe Kundin und lieber Kunde, brauchen sich also darum nicht zu kümmern. Es sind meist Doppelzimmer (3er oder 4er Zimmer), nur vereinzelt stehen Einzelzimmer zur Verfügung. Die meisten Mahlzeiten sind organisiert, ausser das Mittagessen am Montag (eigenes Picknick mitnehmen).

Planung

Alle TeilnehmerInnen erhalten rechtzeitig vor Kursbeginn einen Brief mit allen nötigen Informationen.- Ein Tagesprogramm bekommen Sie vor dem Kurs; dieses gibt den verlässlichen Rahmen, doch Anpassungen gehören dazu und dienen den momentanen Bedürfnissen der Gruppe, z.B. nach einem spontanen Rheinbad.

Themenstichwörter / Zeitzeugen

A podyterium J akobus major S taustufen
B etriebswasser K ulturlandschaft T reidelpfade
C H-Deutsche Grenze L auffenknechte U ferwälder
D ammbauten M ühleräder V erkehrswege
E nten und Schwäne N aherholungsgebiet W aldstädte
F lusskraftwerke Ö kosystem X undheitsschuhe
G algenbähren P ersonenschifffahrt Y 1-Planung
H ochrheinbrücken Q ualitätsFluss Z uflusszuschüsse
I nternationaler Wasserbau R osenblatt Wibrandis

 

 

Informationen und weitere Kulturwanderungen

www.doerfel.ch

Christine Doerfel, Geografin, Einsiedeln, +41 55 412 65 76

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Texte http://www.doerfel.ch/245/ http://www.doerfel.ch/245/#comments Tue, 22 Jan 2013 18:45:58 +0000 http://www.doerfel.ch/?p=245 Traditionelle Kulturlandschaft

Zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Landschaft und Geschichte CH hat sich das Fachbüro für Kulturlandschaft auf die historische Kulturlandschaft spezialisiert. Unser Anliegen ist es, der historischen Kulturlandschaft mit ihren wertvollen Elementen im allgemeinen Bewusstsein und in den Planungsprozessen einen gebührenden Platz zu verschaffen.

Landschaften und Landschaft

Der heutige rasante Landschaftswandel schafft Landschaften ohne . . . → Read More: Texte]]> Traditionelle Kulturlandschaft

Zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Landschaft und Geschichte CH hat sich das Fachbüro für Kulturlandschaft auf die historische Kulturlandschaft spezialisiert. Unser Anliegen ist es, der historischen Kulturlandschaft mit ihren wertvollen Elementen im allgemeinen Bewusstsein und in den Planungsprozessen einen gebührenden Platz zu verschaffen.

Landschaften und Landschaft

Der heutige rasante Landschaftswandel schafft Landschaften ohne Identität und Geschichte. Die traditionelle, über Jahrhunderte sich entwickelnde Kulturlandschaft, hat beides noch. Durch einen nachhaltigen Umgang mit der Landschaft können ihre Reste zum Wohle aller erhalten bleiben.

Raumentwicklung

„Im Raume lesen wir die Zeit“ ist ein Zitat von Professor Dr. Hans-Rudolf Egli. Dieses Zitat verweist darauf, dass der Raum eine geschichtliche Entwicklung hat und dass seine auf uns gekommenen Elemente diese Geschichte erzählen. Gerade unsere Erinnerung– so wir etwas älter sind – lässt auch uns den landschaftlichen Raum lesen. Denn wir haben die Landschaft erlebt, sei es direkt, weil wir selber ältere Semester sind oder indirekt über die Erzählung von Vater oder Grösi, Äti oder Grosstante. – Mögen noch viele der altvertauten, traditionellen Elemente der Kulturlandschaft erhalten bleiben, damit auch unsere Nachfahren die Zeit, also die Geschichte des Raumes und ihre eigene in der Landschaft lesen können.

Reisen zu Fuss

Reisen zu Fuss öffnet die Augen, stellt Fragen, findet Antworten, bis zur nächsten Ecke und der nächsten Frage …. Wie viel wir sehen wollen, ist jedem selber überlassen; meine Aufgabe ist es nur, Ihnen die Dinge zu zeigen.

Zwischenräume

Eine Landschaft zu entdecken, bedeutet sie zu erwandern und zu erfühlen, dabei nicht nur eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abzuhandeln, nein gerade die „Zwischenräume“, die Stille und die Abgeschiedenheit sind der Angelpunkt. Es geht darum ein Gefühl für die „Ganzheit“ einer Landschaft zu bekommen, und dazu gehören Geografie, Bodenbeschaffenheit, die typische Fauna und Flora, die traditionelle Nutzung; sie skizzieren die Eigenheit einer Landschaft. So ist die Silberdistel ein Zeichen der von Schafen beweideten alpinen Matten; indem die Schafe die stachelige Silberdistel stehen lassen, das Gras darum herum jedoch abweiden, können sich die Disteln frei entfalten. Hecken als Schutz gegen den Traubenkocherwind hingegen sind ein typisches Element des unteren Alpenrheintals; denn so sehr die trockene Wärme des Windes für die Reife der Trauben geschätzt wird, so unangenehm sind die starken Windverhältnisse und der aufgewirbelte Staub. ….

Hagezusse

Apropos Hecke: dichte Hecken aus stacheligem Weisdorn, wilden Rosensträuchern, Holunder, Haselnuss und anderen Waldrandsträucher hielten den mittelalterlichen Wald in Zaun und grenzten ihn gegen über dem bewirtschafteten Land ab, sozusagen als Hag/Zaun. Hier am windgeschützten, sonnigen und artenreichen Waldrand fand die Hagezusse (Hagazussa), die weise Frau und nachmalige Hexe zahlreiche Heilkräuter und -pflanzen. Gerade der Holunderbusch, der als heiliger Baum gilt, wird als  Apotheke des Bauern bezeichnet: „Rinde, Beere, Blatt und Blüte, jeder Teil ist Kraft und Güte, jeder Teil ist segensvoll!“   – Der tiefe, finstere Wald schreckte hingegen ab, wohnten doch Wegelagerer, Gesetzesbrüchige und böse Geister drin. Neben den Hecken gehören also auch Mythen, Bann und Zaubersprüche zur Landschaft.

Daneben gibt es noch die Hecke als Grenzmarkierung und die Hecke bei Viehfahrwegen, doch dies sind andere Geschichten…

Klimakatastrophe

Die so genannte Kleine Eiszeit (etwa 1400-1810) entstand durch verminderte Sonnenaktivität (Sonnenwinde) und Vulkanausbrüche und verursachte eine frühneuzeitliche Klimakatastrophe; daraus folgte eine Agrarkrise, Not, soziale Spannungen und Verfolgung von Minderheiten wie Juden, Täufer und Hexen, denen Schadenszauber nachgesagt wurde… die Klimasituation war mitunter verantwortlich für den Dreissigjährigen Krieg sowie die Französische Revolution.

Endzeittourismus und die Schweiz

Es gibt sie noch, die traditionelle Kulturlandschaft. Doch Bauboom und Zersiedelung setzen ihr zu. Besuchen Sie sie und unterstützen Sie so ihre Erhaltung. Mit Endzeittourismus meint man jenen Tourismus, der noch schnell, bevor sie verschwinden, die bedrohten Naturwunder im Ausland abklappert und dabei deren Zerstörung beschleunigt.

Der Endzeittourismus in der Schweiz könnte hingegen folgendermassen aussehen: Sie lassen sich von einem öffentlichen Verkehrsmittel in eine der letzten, wunderbaren traditionellen Kulturlandschaften der Schweiz bringen. Sie durchwandern zu Fuss die eindrücklichen Landschaften, unterstützen mit Übernachtung und Einkäufen entlang Ihres Weges die Region und damit die Erhaltung der über die Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaft.

Kanal und Röhre, die Elemente der Melioration und Entwässerung

Neben  spektakulären Flutungen von Stauseen zwecks Gewinnung von Elektrizität sind in der ersten Hälfte des 20 Jh. vor allem Korrekturmassnahmen an Bächen und die Entwässerung der Landschaft mittels Drainageröhren  zu nennen. Die unterirdische Entwässerung hatte den Vorteil, dass keine Nutzfläche verloren ging. Bis in die 1960er Jahren entfiel der grösste Teil des Meliorationsaufwandes auf Entwässerungsmassnahmen. Systematisch wurden Zement- oder Tonröhren in die Landschaft verlegt. Dabei verschwanden viele kleine Bachläufe, Tümpel und kleine Teiche, die Bäche wurden kanalisiert.

Der Wölbacker, das Landschaftselement der Ernährungskrise

Gegen Ende des 1. Weltkrieges kam es in der Schweiz zu einer Ernährungskrise – zu sehr hatte man sich im Zuge der Industrialisierung auf den Weltmarkt abgestützt. Unterernährung und Epidemien führten zum Tod von Tausenden Menschen. Um die Nahrungsmittelversorgung zu verbessern, verlangte der Bundesratsbeschlusses von 1918 eine Ausdehnung der „obligatorischen Nahrungsmittelproduktion“ über den schon bisher landwirtschaftlich genutzten Boden hinaus. Im 2. Weltkrieg dann forderte Friedrich Traugott Wahlen, der im Eidgenössischen Kriegsernährungsamt für die Landwirtschaft zuständig war, 1940 in einem Vortrag, dass sich die Schweiz mit einer vollständigen „Nahrungsmittelautarkie“ vertraut machen müsse. Bestehende „Ödländer“ sollten urbar gemacht und nutzbar gemacht werden.

Alte Wölbäcker (Hochäcker) zeugen von der damaligen Anstrengung für die Sicherung der Ernährung. Insbesondere „Gumeln“ (Kartoffeln) wurden angebaut, daneben Rüben, Kabis, Saubohnen und Gerste. Einige der damals angelegten Äcker sind heute nur noch an der gewellten Struktur im Wiesland zu erkennen, andere dienen weiterhin als „Pflanzplätz“.

Das Gebäude, das Landschaftselement des Siedlungsbaus

Beschleunigtes Wachstum von Industrie und Bevölkerung nach dem 2. Weltkrieg und der steigende Wohlstand sowie die zunehmende Mobilität führten zu einer Vergrösserung der Siedlungsflächen. So entstanden 56% des gesamten Baubestandes der Schweiz erst nach 1961. Damit einhergehend erfolgt eine Zersiedelung der Landschaft, das heisst es entsteht eine Streuung der Siedlungsfläche im Raum. So weisen Zentrumsorte zu Beginn der 1960er Jahren vermehrt Gebäude in Form flächenhaften Überbauungen auf. Erst später erhalten dann auch die umliegenden einen „Speckgürtel“.

Zu diesen Wohn- und Ferienhäusern kommen die Bauten der Gewerbebetriebe, Freizeit- und touristische Anlagen hinzu.

Die Kiesgrube, das Landschaftselement der Bauindustrie

Das Baumaterial des 1.Hälfte des 20. Jh. ist nicht mehr Bruchstein oder Holz, sondern in erster Linie Kies und Sand. Sie machen mit 80 Prozent den Schwergewichtsanteil aus und werden für die Massenherstellung von Beton und im Strassenbau verwendet. Die Schweiz ist reich an Kies und Sand, die während den Eiszeiten abgelagert wurden. Die vorerst kleinen, nicht sehr ausgedehnten Kiesgruben werden verstärkt abgebaut und wachsen sich zu Kratern aus.

Die Strasse, das Landschaftselement des Verkehrs

Am Anfang ist die Wegspur. Für Fussgänger, Saumtiere und einfache Handwagen genügt ein minimaler Ausbaustandart. Es sind dies die Wege, die noch zu Beginn des 20.Jh. im voralpinen und alpinen Gebiet zu den Pflanzgebieten, Turpenplätze und Streurieter führen. Für den Viehtrieb auf die Alpen sind seitliche Begrenzungen wie Hecken und Zäune wichtig sowie in steilen Bereichen Pflästerung und einige Stufen, zumal wenn die Alp mit Milchkühen bestossen wird. Dem gegenüber weisen die so genannten Landstrassen bereits einen höheren Standart auf: sie haben eine leicht gewölbte Kofferung aus massiven Steinen, die immer wieder mit „Grien“ (Kies) bedeckt werden sowie Seitengräben zur effizienten Entwässerung der Strassenoberfläche und des Strassenkörpers. Auf ihr verkehren Fuhrwerke und die ersten Autos des 20. Jh. Der kantonale Strassenbau dann will Entwicklung und Wirtschaft fördern, den ländlichen Raum erschliessen. Doch noch lange sind gerade in ländlichen Gebieten die Strassen nicht staubfrei; sie erhalten oft erst in den 1960er Jahren einen Hartbelag.

Alpwirtschaft, Welschlandfahrten und ….

Während Wärmeperioden so zum Beispiel im 9. Jahrhundert war Getreideanbau auch in höhere Lagen möglich,  Ackerbau und Kleinviehhaltung standen im Vordergrund. Jagd und Sammelwirtschaft ergänzten die Alpwirtschaft. Die Lebensweise der alpinen Bevölkerung war eine einfache Subsistenzwirtschaft mit stark semi-nomadischen Zügen: die Alpfahrt ging über mehrere Höhenstufen und Bergkammern. Die Zunahme der Bevölkerung bewirkte im Mittelland eine Spezialisierung auf die Getreideproduktion, im Gegenzug erfolgte in den alpinen Gebieten eine solche auf Viehhaltung. Sommerweiden wurden durch grosse Viehbestände intensiv genutzt. Vieh, das wegen mangelndem Winterfutter (Heu) nicht überwintert werden konnte, wurde zu einem wichtigen Exportgut. So zogen jeweils ganze Viehherden am Ende des Alpsommers im September über die Alpenpässe, auch über den Gotthard, da seit etwa 1450  Oberitalien für die Innerschweiz der Hauptabnehmer war. Die Marschleistung einer Rinderherde auf solchen „Welschlandfahrten“ in die Fremde,  betrug 4 bis 6 Stunden pro Tag.  Es wurden bis zu 15 000 Stück Vieh jeden Herbst über den Gotthard in die Lombardei getrieben. Beim Fehlen von  Wegen wie im Bereich des Urnersees mit seinen steilabfallenden Ufern musste das Vieh verschifft werden.  Die dazu verwendeten Nauen fassten  30 bis 40 Kühe, welche, die Köpfe gegen den See, eng zusammengestellt wurden.

… Tönis Brautfahrt

Der Schriftsteller Meinrad Lienert beschreibt eine Welschlandfahrt in der Geschichte „Tönis Brautfahrt“ (1919) sehr bildhaft und amüsant:

„So kam der Tag, an dem wir aus des alten Höhis Heimwesen aufbrachen. Wir trieben das Vieh zusammen und liessen die Hornputzer kommen. Im Einsiedler Dorf liefen alle Leute an die Fenster, als wir über den Klosterplatz herabkamen. Im Sattel liessen wir dem Vieh, wie üblich, Eisen aufschlagen und fuhren weiter. Sogar die Herrren und Obern wunderten zu Schwyz aus den Ratshausfenstern und schmunzelten also gnädig auf unser Sennten, als hätten sie ihre alten Gültbriefe mit den niedlichen Wappentrühlein vor Augen. In Brunnen übernachteten wir, und am anderen Morgen verluden wir das Vieh in den Nauen. Also fuhren wird über den Vierwaldstättersee nach Uri. Der See ist aber ein wildes Wasser; denn wir ersoffen schier, obwohl es nur etwas hündisch föhnte. Wenn der Nauen so recht hin und her schaukelte, sprang die Beth auf mich los und packte mich am Lismerkittel. Da musste ich sie doch schier festhalten, und ich tat’s auch, wenn auch nicht so fest und lang, wie sie’s gern gelitten hätte. Über Amsteg, Wassen, Göschenen und den steinigen Steg, den der Teufel erbaut haben soll, kamen wir durchs Urnerloch ins Urserental und nach Hospental. Beim Hospiz nahmen wir Gebranntes auf den Zahn. Danach fuhren wir weiter, nidsich gegen Euriäls und Punt Trümmle. Endlich kamen wir ins Welschland…“.

Karge Erde: Aus- und Einwanderung im Tessin

Bergbauerntum und Passdienst vermochten nicht alle Tessiner zu ernähren. Die Kinderzahlen der Tessiner Bauernfamilien waren stets relativ hoch, die Erwerbsmöglichkeiten für die Heranwachsenden beschränkt. Die Bauernbetriebe waren klein, mühsam zu unterhalten und vermochten nur wenige Familienmitglieder zu ernähren. Periodische und endgültige Auswanderung waren über Jahrhunderte eine Möglichkeit. Vor allem aus den Seitentälern und den hochgelegenen Dorfregionen zogen alljährlich Berufsleute in die deutsche Schweiz, nach Italien und Frankreich. Handwerksarbeiten, die im Winter angefertigt wurden, brachten die Männer im Sommerhalbjahr auf die Märkte. Maurer und Gipser des Sottoceneri waren vor allem im Sommer auswärts tätig. Im Sopraceneri hingegen verliessen die Männer im Winter die Täler, um als Ofenbauer und Kaminfeger in Italien zu arbeiten. Tessiner und Tessinerinnen waren zudem als Gouvernanten und Marroniverkäufer, als Bauarbeiter, Steinhauer, Bäcker, Söldner, Melker und Hotelangestellte tätig. Frauen und Kinder hingegen betrieben die heimatliche Landwirtschaft. Vor allem nach Katastrophenjahren förderten die Gemeinden gar mit Zuschüssen die Auswanderung nach Latein- oder Nordamerika. Dies hatte in einigen Gemeinden eine starke soziologische Umschichtung zur Folge. Später versuchten die Gemeinden, den Bevölkerungsverlust durch eine einwanderungsfreudige Einbürgerungspolitik zu kompensieren und so den Zuzug von Fremden zu fördern.

Wir können diesen demografischen Wandel an der Vernachlässigung und schliesslich der Aufgabe von bisherigem Kulturland im Gelände erkennen: Kastanienselven und Alpweiden verbuschen, Nutzgebäude, ja ganze alpine Siedlungen verfallen. Während die abgelegenen Berggebiete vereinsamen, fürchten andere Tessiner Regionen um die «Italianità», um ihre besondere südschweizerische Kultur, Sprache und Gebräuche. In diesen Tessiner Gemeinden ist der Anteil der Einheimischen stark gesunken.

Gegen die Linie der Landschaft

Den auswärtigen Einfluss kann man auch in der Landschaft beobachten. Wetterte bereits Guido Calgari (1905-1969), Publizist und leidenschaftlicher Tessiner, gegen Häuser und Villen im nordischen Stil, der „gegen die Linie der Landschaft verstösst“, erlässt heute der Kanton Tessin Kriterien zur Beurteilung schützenswerter Bauten und Landschaften und ahndet illegale Umbauten von Rustici (landwirtschaftliche Nutzgebäude) mit Bussen. Trotzdem gehe es nicht darum, die Rustici dem Verfall preiszugeben, auch nicht um deren museale Erhaltung, sondern um eine angepasste Sanierung, lautet das Credo.  Ställe, Heuschober und Käsekeller werden gerne in Ferienhäuser umgebaut. Wenn man zu Fuss unterwegs ist, erkennt man Fremdkörper rasch und wir können selber urteilen, ob es sich dabei um eine Verschandelung der Landschaft oder um „einfühlsame Übersetzung alpinen Nomadentums in moderne Mobilität“ (Rahel Hartmann, im Heimatschutz 1/99) handelt.

Wo beginnt Afrika?

… am M. Ceneri, also südlich der insubrischen Linie, die durch Locarno und Giubiasco/Bellinzona verläuft. Konkret ist sie in der Breggiaschlucht (Labhart 103) aufgeschlossen. Das Gebiet südlich der insubrischen Linie (Südalpen) ist von der Gebirgsfaltung wenig betroffen und wird als insubrisches Kristallin oder Seengebirge bezeichnet und ist ab dem M.Ceneri Teil des Südkontinents; das ursp. darüber liegende Gesteinspaket wurde abgeschert und bildet das Ostalpin (Labhart 57, 101ff.).

Die Insubrische Linie auch Tonale Linie entspricht etwa der Verbindung Simplon – Domodossola  Centovalli – Locarno –  Magadinoebene  – Giubiasco – S.Jorio  – Veltlin – Passo del Tonale; an dieser Linie stossen Europa und Afrika aufeinander.

Die Afrikanische Platte hat bis heute die Tendenz,gegen Norden vorzustossen, das heisst auf die Eurasische Platte zu. Eine Mikroplatte (adriatischer Sporn), der zur Afrikanischen Platte gehört, schiebt sich dabei in die Eurasische Platte hinein.

Juralandschaft und Geologie

Die Geologie beeinflusst sehr deutlich die Kulturlandschaft im Jura. Das Juragebirge ist noch „jung“ und der Kalkfelsen gegen die Erosion widerstandsfähig. Deshalb gibt es nur wenig ebene Flächen, v.a. auf den Plateaus des Tafeljuras. Hier fehlen meist Oberflächengewässer, weil die Niederschläge rasch in den Klüften des Felsens versickert. Die Böden sind fruchtbar, aber trocken. Den Gegensatz bilden die Talmulden, wo es Wasser, Dörfer und Weiler gibt. Die Hänge zwischen Hochfläche und Täler sind sonnig, aber steil. So wurden als erstes die Tallagen für die Besiedlung genutzt, rasch folgte die Nutzung der höheren Lagen als Weide, daneben nicht zu vergessen die Nutzung der grossen Waldbestände.

 

 

Literatur (Auswahl)

Doerfel C.,: Im Raume lesen wir die Zeit.  In : Chärnhus Schrift Nr. 39.  Einsiedeln 2012/2013
Doerfel C., Specker T., Stromer M: Zu Fuss quer durch die Kulturlandschaft der Schweiz. Herisau 2007, 2008.
Ewald C. Klaus:  „Der Landschaftswandel. Zur Veränderung schweizerischer Kulturlandschaften im 20. Jh. Mit Karte 1132 Einsiedeln. Birmensdorf 1978.
Ewald C.K./Klaus G.: Die ausgewechselte Landschaft. Vom Umgang der Schweiz mit ihrer wichtigsten natürlichen Ressource. Bern 2009
Labhart
Mühlethaler Erich: Nutzungsgeschichte der Hoch- und Übergangsmoore. Nebennutzungen/Beispiel Sihlthal-Hochmoore bei Eisniedeln: Moorwölbäcker. S.10f. In: Handbuch Moorschutz in der Schweiz. BAFU 1992-2002.

IVS Dokumentationen

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Sommer-Exkursion 2013 http://www.doerfel.ch/exkursionen-2013/ http://www.doerfel.ch/exkursionen-2013/#comments Mon, 21 Jan 2013 08:24:05 +0000 http://www.doerfel.ch/?p=166 Wege am Rhein. Von der Rheinquelle bis Basel: Koblenz – Basel

Koblenz – Laufenburg – Bad Säckingen – Schloss Beuggen/Rheinfelden – Basel

Der Rhein, der traditionsreichste Fluss in Europa, ist ein abwechslungsreicher Wegbegleiter! Ihm folgen wir auf historischen Wegen.

15.7. – 18.7.2013

. . . → Read More: Sommer-Exkursion 2013]]>
Exkursion für die Schweizerische LehrerInnenfortbildung 2013

Wege am Rhein. Von der Rheinquelle bis Basel:  Koblenz – Basel

Koblenz –  Laufenburg – Bad Säckingen – Schloss Beuggen/Rheinfelden – Basel

Der Rhein, der traditionsreichste Fluss in Europa, ist ein abwechslungsreicher Wegbegleiter! Ihm folgen wir auf historischen Wegen.

15.7. – 18.7.2013

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Der Rhein, der traditionsreichste Fluss in Europa, ist ein abwechslungsreicher Wegbegleiter! Ihm folgen wir auf historischen Wegen. Bei Staustufen als träges Wasser, dann wieder als gurgelnder Strom begleitet uns der Hochrhein; Fähren und Brücken verbinden die Ufer, die Menschen und ihre Geschichten. Ein gemütliches Essen beendet den Tag.

KoblenzBasel1

 

 

5 bis 7 Stunden Wanderzeit verteilen sich über den ganzen Tag; das Gepäck reist im Begleitfahrzeug. Vorinformationen unter www.doerfel.ch

 

 

 

Anmeldung über www.swch.ch

 

Themen / Zeitzeugen

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Unterwegs

Wir sind zu Fuss unterwegs von Koblenz bis Basel, mal auf diesem mal auf jenem Ufer des Hochrheins. Je nach Gefälle des Flusses und Ufer geht der Weg auch mal rauf und runter, dann wieder gemütlich „fürbas“.

Planung

Alle TeilnehmerInnen erhalten rechtzeitig vor Kursbeginn einen Brief mit allen nötigen Informationen.- Ein Tagesprogramm bekommen Sie vor dem Kurs; dieses gibt den verlässlichen Rahmen, doch Anpassungen gehören dazu und dienen den momentanen Bedürfnissen der Gruppe, z.B. nach einem spontanen Rheinbad.

Kosten

Die gesamten Kosten für diesen Kurs betragen das Kursgeld Fr. 820.- + Zusatzkosten ca. Fr. 420.-

Kanton und Gemeinden haben eigene Regelungen für die Kostenbeteiligung ihrer Lehrpersonen beim Besuch von swch.ch Kursen! Es lohnt sich, sich darüber zu informieren.

Folgende Leistungen sind mit den Kosten abgegolten:

  • Verwaltung swch.ch
  • Kursleiterhonorare und Spesen
  • Kosten für Begleitfahrzeug
  • 3 Übernachtungen in Hotels mit Frühstück in D-Laufenburg, D-Bad Säckingen, D- Schloss Beuggen/Rheinfelden
  • 3 Nachtessen

Alle Unterkünfte sind an diesen Orten bereits reserviert, Sie brauchen sich also darum nicht zu kümmern. Es sind meist Doppelzimmer (3er oder 4er Zimmer), nur vereinzelt stehen Einzelzimmer zur Verfügung. Die meisten Mahlzeiten sind organisiert, ausser das Mittagessen am Montag (eigenes Picknick mitnehmen).

Kursunterlagen

Idealerweise führen Sie ein „Feldbuch“, in dem Sie all das notieren, was Sie besonders interessiert: etwas über den Rhein, ein Kurzinterview mit einem Schindelmacher, ein Gedicht, die Skizze eines Wegkapellchens, eine Impression, usw. Im Übrigen bekommen Sie Informationsblätter zu besonderen Schwerpunktthemen.

 

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Herbst-Exkursion 2013 http://www.doerfel.ch/herbst-exkursion-2013/ http://www.doerfel.ch/herbst-exkursion-2013/#comments Sun, 20 Jan 2013 16:59:11 +0000 http://www.doerfel.ch/?p=234 Die andere Diagonale durch die Schweiz:

Basel – Roggwil – Willisau

29.9 – 1.10.2013

Neben der Ost-West Diagonale des Jakobswegs fasziniert auch die Nord-Süd verlaufende «andere» Diagonale durch die Schweiz: die grosse Transit- und Handelsachse von Basel über den Gotthard nach Ponte Tresa. Dabei . . . → Read More: Herbst-Exkursion 2013]]> Exkursion Herbst 2013

Die andere Diagonale durch die Schweiz:

Basel – Roggwil – Willisau

29.9 – 1.10.2013

 Neben der Ost-West Diagonale des Jakobswegs fasziniert auch die Nord-Süd verlaufende «andere» Diagonale durch die Schweiz: die grosse Transit- und Handelsachse von Basel über den Gotthard nach Ponte Tresa. Dabei interessieren die Pilgerfahrt zum Petrusgrab in Rom, der wichtige  Warentransport wie auch der Kultur- und Technologietransfer: Seidengewebe aus Flandern, Weine aus Italien, schweizerische Produkte. Auf den Spuren von Händlern und  Pilgerinnen entdecken wir diese Fernverbindung neu: 2013 von Basel über das Pässchen Wasserfallen und Roggwil bis nach Willisau. – Der Weg und das gemeinsame Unterwegs-sein begeistern und klingen noch lange nach….

5 bis 7 Stunden Wanderzeit verteilen sich über den ganzen Tag; das Gepäck reist im Begleitfahrzeug. Unterkunft, Verpflegung, Transporte  werden von der Kursleitung organisiert. Die Kosten belaufen sich auf CHF 490. – (Leitung, Organisation, Unterkunft/HP).

Anmeldeschluss (8. Sept. 2013): ausgebucht

Anmeldung über cdoerfel@sihlnet.ch

 

Teilnahmebedingungen: Die Teilnehmerzahl ist beschränkt (Berücksichtigung nach Eingang). Voraussetzungen sind normale physische Verfassung und eine „gesunde Sportlichkeit“.  – Unfallversicherung ist Sache der Teilnehmenden. Durchführung grundsätzlich bei jeder Witterung. Im Notfall kann die Exkursion von www.doerfel.ch 10 Tage vor Beginn abgesagt werden. Für entstandene Kosten übernimmt www.doerfel.ch keine Haftung. Die Anmeldung ist verbindlich.

Unterwegs

Von Basel nach Reigoldswil bringt uns der Ortsbus. Von Reigoldswil an sind wir zu Fuss unterwegs über das Jura-Pässchen Wasserfallen nach Balsthal und durchs Mittelland nach Willisau. Dabei geht es immer wieder mal rauf und runter, dann wieder gemütlich „fürbas“.

Planung

Alle TeilnehmerInnen erhalten rechtzeitig vor Kursbeginn einen Brief mit allen nötigen Informationen. – Ein Tagesprogramm bekommen Sie vor dem Kurs; dieses gibt den verlässlichen Rahmen, doch Anpassungen gehören dazu und dienen den momentanen Bedürfnissen der Gruppe.

Kosten

Die Kosten belaufen sich auf CHF 490. – (Leitung, Organisation, Unterkunft/HP). Folgende Leistungen sind mit den Kosten abgegolten:

  • Kursleiterhonorare und Spesen
  • Organisation
  • Kosten für Begleitfahrzeug
  • 2 Übernachtungen /HP = Halbpension

 

Sie können diese wissenschaftlich begleitete Exkursion im Bereich Geografie, Geschichte, Kulturlandschaft und Handel als Weiterbildung Ihrer Institution bzw. Ihrem Arbeitgeber vorlegen; möglicherweise erhalten Sie eine (teilweise) Rückvergütung.

Reisen zu Fuss ist ein gutes Instrument miteinander ins Gespräch zu kommen, ist Kommunikation und Austausch von vielfältigen Meinungen und Erkenntnissen.

Unterkunft

Alle Unterkünfte sind bereits reserviert, Sie brauchen sich also darum nicht zu kümmern. Es sind meist Doppelzimmer (3er oder 4er Zimmer), nur vereinzelt stehen Einzelzimmer zur Verfügung. Die meisten Mahlzeiten sind organisiert, ausser das Mittagessen am Anreisetag (eigenes Picknick mitnehmen).

Kursunterlagen

Jede Exkursion ist auch eine Erforschungsreise; weshalb also nicht ein Forschungstagebuch führen? In diesem können Sie all das notieren, was Sie besonders interessiert: etwas über Ihr Fachgebiet, ein Kurzinterview mit einem Schindelmacher, ein Gedicht, die Skizze eines Wegkapellchens, eine Impression, usw. Diese Notizen wiederum können Anlass für nächste Forschungsideen sein (zirkuläres Forschen).  Zudem bekommen Sie Informationsblätter zu besonderen Schwerpunktthemen.

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